Die Geschichte zu: Interview – Teil 3

Doch schneller als eigentlich geplant, ist sie fertig geworden. Die Geschichte zum “Interview – letzter Teil”.

Nach der Veröffentlichung habe ich den Beitrag mit dem „reinen Aufnahmetext“ noch einmal gelesen und war mit ihm nicht zufrieden. Es fühlte sich nicht wie ein würdiger Abschluss an.

Hätte ich den Text ohne Hintergrundwissen gelesen, hätte ich wohl gesagt: “Aha, schön. Und warum jetzt der ganze Aufriss ?”

Ich wollte mir damit eigentlich mit diesem Beitrag mehr Zeit lassen. Aber dann schrieb ich ihn doch ganz flüssig. Vielleicht ist es ja auch gut, wenn ich da nicht zu lange drüber nachdenke. Nichts “zerdenke”, sondern es einfach fließen lasse.

Ich hoffe doch, dass sich jetzt viel aufklärt. Und ich dieses Interview den Abschluss bekommt, den es verdient.

Los geht’s:

Ich stand auf. Er wies mir wieder den Weg zum Balkon mit einer einladenden Geste.

“Dürfte ich wohl mal kurz für kleine Interviewte ?”, fragte ich.

“Klar. Da vorne und dann links.”,sagte er und zeigte den Flur entlang.

Ich erreichte das Badezimmer und schloss die Tür. Klein, ohne Fenster. Dafür sauber und geschmackvoll eingerichtet. Wieder ein schönes Indiz. Wofür ? Für einen Mann. Keinen Jungen. Oder Jemanden, der unselbständig ist. Nein. Wenn er sich das Bad nicht putzen lässt, dann ist er sauber und ordentlich. Und ja, ich mag diese Qualitäten bei einem Mann.

Ich schaute in den Spiegel. Gerne hätte ich mir etwas kaltes Wasser ins Gesicht geklatscht. Erstens hatte ich bereits rote Wangen – ob vom Wein oder von der Aufregung, oder Erregung – keine Ahnung. Und zweitens wollte ich wieder ein etwas kühleren Kopf bekommen.

“Aber, wenn ich mir jetzt Wasser ins Gesicht klatsche, dann sehe ich aus wie eine Kreidetafel im Regen.”, dachte ich. Ich erledigte das, wofür ich hergekommen war. Und irgendwie kam ich mir blöd vor, dass ich keine Unterwäsche an hatte. Hätte ich Ersatz in der Tasche gehabt, ich hätte ihn jetzt angezogen. Warum ich mir blöd vorkam ? Ich hatte das Gefühl, dass ich das Ganze falsch anging. Als hätte ich beim Treffen mit einer Freundin den Doppeldildo auf den Tisch gelegt und gesagt: “Na? Bock ?”. Marks und mein Treffen war eindeutig voll von sexueller Spannung. Ja, das kann ich so sagen. Aber subtil. Unterschwellig. Verführung, ja. Aber mit Worten. Langsam. Erkundend. Nicht plump. Nicht Kleid hoch und “guck mal”. Und ich hatte es dazu gemacht. “Gut, nicht zu ändern.”, sagte ich mir.

Ich wusch meine Hände und verließ das Bad. Ich widerstand der Versuchung in den nächsten Raum zu schauen. Ja, ich hätte gern reingeschaut. Es blieb ja eigentlich nur noch sein Schlafzimmer übrig. Aber ich riss mich los und folgte ihm auf den Balkon.

Er saß dort und bot mir ebenfalls wieder ein Platz an. Ich setzte mich und nahm meine Zigaretten-Schachtel. Ich gab mir Feuer und ich nahm ein einen Zug.

“Das war echt gemein.”, sagte er. Aber er lachte dabei.

“Was denn ?”, fragte ich.

“Na, Deine Frage, ob ich Dich jage.”, sagte er.

Ich spielte die Überraschte. “Wieso denn das ?”, fragte ich.

“Na, weil Du die Antwort doch genau kennst.”, sagte er und schaute mich an.

“Echt ?”, fragte ich wieder gespielt überrascht.

Ich tat so, als würde ich angestrengt nachdenken. Dann sagte ich: “Kein Schimmer, sorry.”

“Ich glaube, dass Du sehr feine Antennen dafür hast, ob Dich jemand interessant findet.”, sagte er und kam mit seinen Kopf näher.

Wieder meldete sich meine Libido: “Verdammter Mist, Anna, jetzt sag’s ihm doch endlich. Sag ihm, dass Du es genau weisst. Dass ihr dieses Spiel jetzt endlich lassen könnt.” “Nein.”, dachte ich. Dafür genoss ich dieses Spiel zu sehr. Ich wollte nicht, dass es jetzt schon endet. Ich wollte es noch weiter auskosten.

“Du findest mich interessant ?”, neckte ich ihn.

Wieder kam er mit seinem Kopf näher.

“Ja.”, hauchte er mehr als er es sagte. “Sehr.”

Er verharrte mit seinem Mund nur wenige Zentimeter vor meinem. Wieder roch ich ihn. Seinen Atem. Seinen Körper. Er sah mir in die Augen.

“Ich Dich auch.”, sagte ich leise.

Und dann trafen sich unsere Lippen. Erneut. Und unser zweiter Kuss war intensiver als der erste. Kein leidenschaftlicher Zungenkuss. Nein, eher ein zartes Austesten. Lippenknabbern. Und wieder war er es, der den Kuss löste. In meiner Brust zog es. Meine Libido schnurrte genüsslich und schob mir Hitze in die Wangen und den Unterleib. Meine harten Brustwarzen rieben schon fast schmerzhaft am Stoff meines Kleidchens. Und ganz leise hörte ich ein kleines Stimmchen, das ich schon lange nicht mehr gehört hatte.

“Den mag ich.”, sagte mein Herz.

Als er seinen Kopf weiter von mir zurückzog und mich fast schon liebevoll anlächelte, muss ich wohl geguckt haben, wie ein Schulmädchen bei ihrem ersten Kuss. Überwältigt von schönen und beängstigenden Gefühlen schaute ich ihn groß an.

“Vorsicht.”, sagte er.

Mit der Vorsicht war es jetzt eigentlich schon dahin.

Aber er meinte meine Zigarette, die bedrohlich weit heruntergebrannt war und mir bald die Finger verbrennen würde. Ich drückte sie aus und verfluchte mich innerlich dafür, wie ein dummes, kleines Mädchen so gebannt von dem Kuss gewesen zu sein.

“Ja, danke.”, sagte ich. Er lächelte mich an und ich wurde wieder rot.

“Wie viele Fragen hast Du denn noch ?”, fragte ich und versuchte davon abzulenken, dass ich vor ihm in der Nacht glühte.

“Nur noch ein paar.”, sagte er. Und fügte dann hinzu: “Und am Schluß eine wichtige.”

Und jetzt hatte er mich schon wieder. Ich überlegte, was diese letzte Frage wohl sein könnte.

“Gibst Du mir einen Hinweis ?”, fragte ich.

“Nö.”, sagte er frech.

“Blödmann.”, sagte ich und boxte ihn – mal wieder. Scheint unser Ding zu sein / zu werden. Er neckt mich und ich boxe ihn und sage “Blödmann” oder so etwas. Und ja, ich musste bei dem Gedanken lächeln. Bei dem Gedanken, dass es etwas wie “unser Ding” geben könnte.

“Na, dann auf zur dritten Runde.”, sagte ich.

Zum dritten Mal an diesem Abend setzte ich mich ihm gegenüber, trank einen Schluck vom Wein und wartete auf seine Fragen. Er startete die Aufnahme.

“Ich würde Dich gerne noch ein paar Dinge fragen, die mich – und vielleicht jeden Mann – interessieren.”, sagte er.

“Na, dann fang mal an.”, sagte ich.

Was kam denn nun ?

Er sah mich an und fragte: “Penisgröße. Wichtig oder nicht ?”

Aha, diese Frage hatte ich erwartet. Als Frau mit viel Erfahrung mit dem Penis werde ich das oft gefragt. Ob nun direkt oder online. Letztendlich kommt diese Frage immer mal wieder.

“Dazu muss ich etwas weiter ausholen.”, sagte ich.

“Bitte.”, sagte er.

“Gut.”, begann ich. “Zuerst einmal: Jede Frau ist da wohl anders.”

Er winkte ab.

“Ja, klar. Das willst Du nicht hören. Gut. Also ganz allgemein: Frauen – oder besser gesagt: ich – mag das Gefühl ausgefüllt zu sein. Dazu ist eine gewisse Größe notwendig. Aber auch eine gewisse Dicke. Es gibt da aber noch mehr Faktoren.”, sagte ich.

“Wir haben Zeit.”, sagte er. “Mach bitte weiter.”

Ich überlegte, was und wie ich das sagen sollte. Wie ist das mit der Penisgröße ? Sicher, ich mag es, wenn ich weit gedehnt werde und mich vollkommen ausgefüllt fühle. Und ich mag es auch, wenn dann und wann ein Penis gegen meinen Muttermund stößt. Aber das kann auch mal schmerzhaft sein. Frauen werden bei Erregung „länger“. Und so kann ein sehr großer Penis heute – bei sehr starker Erregung – Spaß machen und morgen bei „normaler“ Erregung schmerzhaft und unangenehm sein. Heißt also: Für den ersten Kick: Ja, gerne groß und dick. Später gern „groß“, aber kein Gerät, das mich erst 20 Minuten weiten muss, bis es reinpasst.

“Also: Bei einem One Night Stand zum Beispiel darf es gerne groß und dick sein. Wenn ich sehr erregt bin, dann habe ich gerne auch ein sehr intensives Gefühl. Hat man häufiger Sex zusammen, dann bin ich ja nicht immer so dermaßen erregt. Da ist dann ein richtiger großer Penis auch schon mal unangenehm. Für – wie sage ich das jetzt, ohne dass es blöd klingt – ’normalen Sex‘ habe ich lieber keinen Monsterschwanz zwischen den Beinen. Da ist mir dann eine kleinere Ausgabe lieber. Wobei ‘kleinere Ausgabe’ nicht bedeutet, dass er wirklich ‘klein’ sein soll. Eher ‘überdurchschnittlich’. Vielleicht so 18 bis 22 Zentimeter. Aber die ganze Größe ist dann hinfällig und unwichtig, wenn sich der Mann blöd anstellt oder sich keine Mühe gibt. Also zusammengefasst: Gerne überdurchschnittlich groß und dick. Umso besser, wenn Mann damit umgehen kann.”

Ein kleines Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Wenn ich es richtig deutete, dann war er in der Kategorie, die ich favorisiere.

“Okay. Also ist die Penisgröße schon wichtig. Aber ‘zu groß’ macht meist nur am Anfang Spaß. Habe ich das richtig zusammengefasst.”, fragte er.

“Ja, das würde ich so unterschreiben.”

“Ein großer Penis ist also ein intensiveres Gefühl ?”, fragte er.

Verdammt, Mark, jetzt wurde ich langsam wuschig. Wie fühlt sich ein Penis – ein großer Penis – an ? Und ich stellte es mir natürlich auch vor. Und ich fragte mich, wie Mark wohl aussehen würde. Und wie er sich anfühlen würde.

“Ja.”, sagte ich und riss mich aus meinen Gedanken.

“Und Du unterstützt das, indem Du dafür trainierst, dass Du eng bleibst ?”, fragte er.

“Fühl doch mal nach.”, dachte ich. “Probier doch mal, ob Du überhaupt zwei Deiner riesigen Finger in mich hineinstecken kannst.”

Ich sah auf seine Hand. Sah seine Finger an. Stellte sie mir tief in mir vor. Ich atmete ein und aus.

“Wenn Du meinst, dass ich unter anderem meinen Beckenboden trainiere. Ja, das tue ich.”, sagte ich.

Sein Blick veränderte sich. Kurz hatte ich ein lüsterndes Lächeln gesehen.

“Und das bringt genau was ?”, fragte er.

“Finde es heraus.”, schrie meine Libido.

Ich schluckte und versuchte meine Erregung zu unterdrücken. Meine Wangen waren seit Minuten heiß und bestimmt knallrot. Mein Unterleib glühte bestimmt ebenfalls schon.

“Ähm. Man … ähm… Frau bekommt davon Muskeln in den Scheidenwänden. Und wird dadurch enger und kann sich besser zusammenpressen. Das scheinen Männer ebenfalls zu mögen.”, sagte ich. Nein, das war eher ein Stammeln.

“Hattest Du mal wesentlich ältere Männer ? Oder wesentlich Jüngere ?”, fragte er.

Ein harter Themenwechsel. Vielleicht wollte er nur schnell die Punkte abhaken, um …

“endlich herauszufinden, wie Du Dich wirklich anfühlst ?”, sagte meine Libido.

“Beides.”, sagte ich.

“Und irgendwelche Vorlieben ?”, fragte er.

“Eigentlich nicht. Ältere Männer haben oft Erfahrung. Davon profitiere ich ja auch. Wenn ein Mann weiß, wie man eine Frau anfassen muss. Jüngere Männer sind oft wilder und ungestümer. Aber auch das hat seinen Reiz.”, sagte ich und versuchte irgendwie wieder meinen Gefühlen Herr zu werden.

“Verstehe. Hast Du schon mal einen Mann ‘entjungfert’ ?”, fragte er dann.

Ich erinnerte mich an… junge Männer, die zitternd vor Geilheit das erste Mal einen Schwanz in eine Frau – in mich – steckten. Ihre Gier. Ihre Ungeduld. Ihre ungläubigen Blicke zwischen meine Beine als wollten sie ganz sicher gehen, dass es auch wirklich ihr Schwanz war, der dort zwischen meinen Schamlippen steckte.

Mir wurde noch heißer.

“Ja.”, sagte ich.

“Wie war das ?”, fragte er.

“Geil.”, sagte ich. “Die sind wild und ungestüm. Und …”

Ich schluckte.

Er sah mich an.

Ich kann kaum beschreiben, wie ich mich in diesem Moment fühlte. Einerseits war ich leer. Fertig. Ich wollte nicht mehr reden. Keine Fragen mehr beantworten. Andererseits war ich aufgekratzt. Voller Spannung. Wie so ein altes Spielzeug mit einer Aufzieh-Feder. Er hatte mich aufgezogen. Bis zum Anschlag. Mehr ging nicht. Und wie das Spielzeug war ich äußerlich still. Innerlich aber voller aufgestauter Energie.

Er sah mich immer noch an. Er merkte, dass das Gespräch beendet war. Er hatte auf dem Balkon gesagt, dass ich feine Antennen habe. Scheinbar hatte er sie auch.

“Eigentlich wollte ich Dich ja noch nach Deinen liebsten Praktiken fragen. Und was Du alles mitmachst.”, sagte er.

“Alles, wenn Du es mit mir machst.”, flüsterte ich.

Wenn er es gehört hatte, dann konnte er das super verstecken. Denn er zuckte mit keiner Wimper.

“Und ob Du Dich richtig gehen lassen kannst und laut bist.”, sagte er dann.

“Finde es heraus.”, flüsterte ich.

“Aber, ich glaube. Wir machen für heute Schluss.”

Er stoppte die Aufnahme. Er stand langsam auf und kam auf mich zu. Ich setzte mich unwillkürlich ganz aufrecht hin. Bis vor ein paar Minuten hatte ich eher entspannt gesessen, fast herumgelümmelt. Aber jetzt saß ich gespannt aufrecht. In mir staute sich die gesamte sexuell Spannung, die Mark und ich in der letzten Stunde aufgebaut hatten.

Er setzte sich neben mich.

“Danke.”, sagte er.

“Wofür ?”, fragte ich. Erstaunt. Versucht meine Gefühle und meine Erregung unter Kontrolle zu bekommen.

“Dafür, dass Du heute hergekommen bist.”, sagte er.

Ich wußte nicht, was ich sagen sollte. Er und diese Situation hatten mich hoch und runter gebracht. Ich hatte mich begehrt, gut, schlecht, verurteilt und verstanden gefühlt. Er hatte mich auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt. Und ich hatte jetzt am Ende nicht gewusst, wohin mit all meinen oft auch widersprüchlichen Gefühlen.

Und dann passierte es. Er lehnte sich zu mir. Kam mit seinem Gesicht ganz nah. Nahm meine Wange in seine Hand und küsste mich. Und unser dritter Kuss war … leidenschaftlich. Unsere offenen Münder pressten sich hart aufeinander. Unsere Zunge spielten miteinander. Wild. Keuchend. Die ganze aufgestaute sexuelle Spannung entlud sich in diesem Kuss. In meiner Brust zog es wie verrückt. Meine Libido jubelte. Seine Hand ging auf Erkundungstour zu meiner Brust. Ich knöpfte sein Hemd auf. Seine Hand streichelte meine Brust sanft durch mein Kleidchen. Ich zog ihm – mit seiner Hilfe – keuchend, küssend und ungeduldig sein Hemd aus. Er revanchierte sich und versuchte mein Kleidchen über meinen Kopf zu auszuziehen. Nach etwas Hilfe und zwei Knöpfen lag ich nackt auf seinem Sofa. Mark kniete halb über mir und ließ seinen Blick über meinen Körper wandern. Als er meinen nackten Unterleib erblickte, grinste er mich schelmisch an. “Hab ich doch gewusst, dass Du nicht bluffst.”, schienen seine Augen zu sagen. Er legte einen Arm um meine Schultern und einen Arm unter meine Kniekehlen, Dann hob er mich hoch und trug mich – wild küssend – in sein Schlafzimmer.

Ich erwachte mit dem Kopf auf seiner Brust. Seine Hand streichelte durch meine Haare. Ich reckte den Kopf nach oben und sah ihm ins Gesicht. “Guten Morgen.”, lächelte er mich. “Hallo.”, sagte ich. Erinnerungen an die letzte Nacht kamen zurück und ich lächelte und räkelte mich ein wenig. Er küsste mich wieder und streichelte meinen Rücken. Sie Sonne schien schon zum Fenster herein. Das Bett sah aus, als wäre eine Bombe darin explodiert.

“Anna ?”, fragte er.

“Ja ?”, sagte ich.

“Ich würde Dir gern die wichtige Frage stellen.”, sagte er.

Die wichtige Frage. Die hatte ich ganz vergessen. Jetzt wurde mir ein wenig unbehaglich.

“Dann frag mich einfach.”, sagte ich.

Was würde er fragen ?

Wann gehst Du endlich ?

Wie war ich ?

Ich hatte die Nacht mit ihm wirklich genossen. Mich wohl gefühlt. Würde er jetzt alles kaputt machen ?

Er sah mich an und fragte: “Bekomme ich den letzten Abschnitt in Deiner Liste ?”

Ich riss meine Augen auf.

“Was meinst Du damit ?”, fragte ich.

“Dass ich mir wünsche, dass Du ab heute nur noch Einträge zu meinem Namen in Deine Liste schreibst.”, sagte er.

Ich richtete mich auf.

“Mark, ich bin eine Katastrophe in Beziehungen.”, sagte ich.

“Ist mir klar.”, sagte er. Ruhig und sanft.

“Du schwärmst doch nur etwas. Weil unsere Nacht so schön war.”, sagte ich.

“Ja, die war wirklich schön.”, sagte er. “Und nein, ich schwärme nicht nur wegen unserer Nacht.”

“Du bist jünger als ich.”, versuchte ich es nochmal. Etwas anderes fiel mir nicht ein.

“1 Jahr.”, lachte er. “Jetzt mal ehrlich. Was kommt jetzt noch ? Ich bin viel größer als Du ?”

“Ja.”, sagte ich. “Du bist … was ? 2 Meter ? Selbst mit hohen Absätzen und Stelzen komme ich Dir gerade bis zur Hüfte.”

Er lachte nur.

“Mark, wirklich.”, sagte ich. “Du weißt, was ich Dir erzählt habe. Über ‘mal nageln, aber keine Beziehung’. Bist Du sicher, dass Du mit mir und meinem Leben umgehen kannst ?”

Er sah mich ernst an.

“Anna, ich würde lügen, wenn ich Dir sagen würde, dass ich über Deine Vergangenheit glücklich bin. Aber ich mag DICH. Und Du bist es wert. Bist es MIR wert. Wenn Du es mit mir versuchen möchtest, dann… Ich möchte es jedenfalls.”, sagte er ruhig.

„Aber….“, begann ich erneut. Schwieg dann aber. Seine Worte gefielen mir. Er gefiel mir. Er hatte sich geöffnet. Seinen Wunsch geäußert. Aus unserem Gespräch wusste ich, dass er Treue hoch einschätzte. Er fragte, ob er den Rest meiner Liste haben darf. Also eine Beziehung. Eine richtige Beziehung. Scheinbar vertraute er mir. Scheinbar hatte ich die richtigen Worte gesagt, um ihn davon zu überzeugen, dass ich doch „Beziehungsmaterial“ bin. Untreue hatte ihn gestört. Das hatte ich gemerkt. Und er wollte mir vertrauen.

Ich nickte. Und anstatt zu antworten, küsste ich ihn wieder.

Er löst den Kuss nach kurzer Zeit und sagte: “Ich habe nur eine Bedingung.”

Aha, also doch.

“Und welche ?”, fragte ich.

“Ich möchte nicht, dass Du über uns bloggst.”, sagte er.

Ich muss wohl sehr dumm geguckt haben, denn er lachte schon wieder.

“Lass mich das anders sagen: Du sollst natürlich über alles Wichtige in Deinem Leben schreiben. Das ist ja wohl klar. Und wenn ich dazu gehöre, dann schreibe auch über mich.”, sagte er.

Ich verstand immer noch nicht.

“Aber, unser Zusammensein. Hier. Jetzt. Unsere Nacht. Und alles das. Das gehört nur zwei Menschen. Nämlich Dir und mir.”, sagte er.

Ich verstand. Es war ihm wichtig. Unsere gemeinsame Zeit sollte auch nur “unsere” Zeit sein.

“Versprochen.”, sagte ich.

Dann küsste er mich wieder. Unsere Hände gingen auf Erkundungsreise und …

“Anna ?”, sagte meine Libido.

“Ja ?”, sagte ich zu ihr.

“Also. Ich bin mit ihm einverstanden.”, sagte sie.

“Ich mag ihn auch.”, sagte mein Herz.

“Wisst Ihr was ?”, sagte ich zu beiden. “Ich auch.”

Meine lieben Leser, ich weiß, dass Ihr bestimmt einen anderen Ausgang dieses Teils erwartet habt. Ihr seid von mir auch sonst gewohnt, dass ich detailreicher und expliziter meine Erlebnisse darstelle. Habt Verständnis, wenn ich mein Versprechen nicht brechen kann und will.

Über rotesuende

Mein Name ist Anna. Ich bin Anfang 30 und lebe ich in einer deutschen Großstadt. Ich bin 1,60 m klein und habe feuerrote Haare, grüne Augen und jeden Menge Sommersprossen.
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26 Antworten zu Die Geschichte zu: Interview – Teil 3

  1. Pendolino70 schreibt:

    Dann bin ich mal auf die nächsten Einträge gespannt.

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  2. mrfreeze01 schreibt:

    Die „Geschichte“ ist ja noch viel besser als das „nackte“ Interview. Und vielleicht wird daraus ja noch eine großartige Liebesgeschichte!

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  3. Jan schreibt:

    200cm und 160cm passt super, hatte auch mal eine Weile das Vergnuegen. Frau kann Absaetze bis zum Himmel tragen und der Sex ist ein Fach nur geil wg. der koerperlichen Gegensaetze. O-Ton nach einer Nummer „Fuehlt sich an wie von einer Dampfwalze ueberfahren… Das war geil“

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  4. keloph schreibt:

    das ehrt dich. gut so! und danke für das schildern des rahmenprogramms 🙂

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  5. transomat schreibt:

    Da bin ich ja mal gespannt ob es überhaupt weiter geht meine schöne Anna. Bisher hatte ich ja die Hoffnung, irgendwann einmal auf Dich zu treffen. Die kann ich jetzt wohl aufgeben.
    Ich wünsche Dir und Euch alles Glück der Welt.

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  6. transomat schreibt:

    Ok, also gebe ich die Hoffnung nicht auf 🙂

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  7. Augenblick75 schreibt:

    wieder eine sehr schöne Geschichte mit einem super klasse Abschluss wie ich persönlich finde 😉

    groß und klein *fg Gegensätze ziehen sich an und spielen gerne miteinander… habt ihr ja schon fast in Perfektion gezeigt 😉

    Durch den Türspalt schaue ich auch noch… würde mich freuen weiterhin das eine oder andere von Dir, hier oder dort, zu lesen… Wünsche euch 2 beiden auf jeden Fall eine gute Zeit… natürlich auch eine geile…

    und ich hoffe irgendwann dort auf der Liste zu sein und evtl. auch mal kurz direkt zu schreiben…

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